Montag, 26. Oktober 2015

Ein Kaktus zum Valentinstag

Hallo Ihr Lieben,

warum wollen Menschen Blumen beim Sterben zusehen? Nur eine Frage aus einem tollen Buch. Weil Dr. Peter Schmidt darin keinen Sinn sieht und er Kakteen sowieso viel lieber mag, verschenkt er einen Kaktus an seine Liebste.

Ein tragisch-komisches Buch von einer Mauer, die es zu überwinden gilt. Lange, sehr lange hat diese Mauer keinen Namen. Erst mit 41, mit lieber eigenen Familie, Haus und gutem Job, erkennt Dr. Peter Schmidt, dass er Autist ist.



Eine wunderbar stachelige Love Story mit Happy End

Ein Autist und die Liebe? Das ist wie ein schwarzer Schimmel. Unmöglich. Doch Dr. Peter Schmidt wünscht sich eine Familie und so verfolgt er sein Ziel mit wissenschaftlicher Akribie und ungewöhnlichen Mitteln. Menschen betrachtet er lieber von hinten, weil er Hosennähte spannender findet als Gesichter. Mimik kann er nicht deuten und die Regeln des Flirts und des gepflegten Small Talks sind ihm ein Rätsel. Also analysiert er Liebesfilme, erstellt Liebesdiagramme und führt bei geeigneten Kandidatinnen Fahrradausdauer- und Tropentauglichkeitstests durch – bis er die Auserwählte zum Tanz auffordert. Denn schließlich soll die Liebe ja ein Leben lang – und auch auf Reisen! – halten.


Quelle: http://www.buch.de/shop/home/suchartikel/ein_kaktus_zum_valentinstag/peter_schmidt/EAN9783442157778/ID35146926.html?jumpId=31463743&suchId=304eca45-1270-446c-846d-7edd6f2ce306

Fehl am Platz und nicht von dieser Welt, so fühlt sich Peter Schmidt während der Schule, des Studiums und überhaupt im Leben. Doch er hat einen festen Plan: Er will Familienglück mit Haus und Hof.

Er ist nicht in der Lage bei Menschen in seinem Umfeld Stimmungen und Gefühle zu erkennen. Seine Eltern ermahnen ihn immer wieder "menschlicher" zu werden. Peter Schmidt ist ein Einzelgänger, denn nur dann hat er alles unter Kontrolle. Doch seine Sehsucht nach Nähe und Geborgenheit bringt ihn auf eine spannende Reise unbekannter Emotionen und Gefühle.

Er tritt in unzählige Fettnäpfchen, da er nicht mit Redewendungen umgehen kann. Er ist extrem intelligent, macht zahlreiche Forschungsreisen und hat die Marotte, Straßen sammeln zu müssen.

Seine Wutausbrüche sind für sein Umfeld immer wieder unverständlich, weil es sich um vermeintliche Kleinigkeiten handelt. Er ist der Außenseiter in der eigenen Familie. Wenn seine Pläne durch schlechtes Wetter oder andere unvorhersehbare Dinge durchkreuzt werden, dreht er durch. Wenn er vor Euphorie zappelt und durch die Gegend hüpft und springt, gucken Menschen komisch und schütteln den Kopf. Peter Schmidt lebt sein Leben, mit dem Wissen, anders zu sein. Nur das WARUM bleibt lange unergründet.

Mir gefällt das Buch unheimlich gut. Dieses Leben ist so unwirklich. Er hat mit so viele gebildeten Menschen zu tun, und niemand erkennt, dass er ein Autist. Er lebt sein Leben ach seiner Vorstellung von "normal", eckt oft an  aber geht stetig seinen Weg.

Ein Buch was Mut macht und unglaublich nahe geht.

Liebe Grüße
Eure Anke

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